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Aussiedler in der BRD
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Anfangs haben wir Studentinnen uns eher aus persönlichem denn aus wissenschaftlichem Interesse in der Lernwerkstatt "Russlanddeutsche" zusammengefunden. Uns verband die Gemeinsamkeit der großen Veränderung durch den Umzug nach Deutschland, durch das „Deutschsein“ in Russland, das „Russischsein“ in Deutschland und die Soziale Arbeit mit Russlanddeutschen. Jedoch erlebte jede diese Erfahrungen ganz individuell, aus unterschiedlichen Perspektiven, mit eigenen Schwierigkeiten und Lösungsstrategien. SWiSH Movie - Film2.swi - www.swishzone.com

Wir kommen sowohl aus unterschiedlichen Orten der GUS (Kasachstan, Tadschikistan, Ukraine, Kaukasus, Sibirien) als auch aus Deutschland und nutzten in der Lernwerkstatt der Fachhochschule Köln unter der Leitung von Prof. Dr. Sigrid Tschöpe-Scheffler und Prof. Dr. Rainer Leenen die Gelegenheit, in einer angenehmen Arbeitsatmosphäre unsere Erfahrungen und Eindrücke inner- und außerhalb des Seminars auszutauschen. Um uns in dieser Gesellschaft und dem Land besser zu recht zu finden, war es uns wichtig, von uns zu erzählen und von einander zu lernen. Die deutschen Studentinnen konnten so ihre bisher in der sozialen Arbeit gewonnen Erfahrungen mit Spätaussiedler reflektieren und erweitern . Im Laufe unserer persönlichen Auseinandersetzungen sammelten wir viele Informationen. die uns sowohl im Hinblick auf eigene Bewältigungsmöglichkeiten als auch in der sozialen Arbeit mit Russlanddeutschen nützlich waren.

Dabei stand die Suche nach den eigenen Wurzeln, bei dem wir auch einen historischen Pfad gingen und gleichsam das Schicksal unserer Vorfahren ein wenig nach erlebten, im Vordergrund. Letztendlich nutzten wir unser neu erlangtes Wissen, um es der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und bemühten uns, möglichst viel vom Leben der Russlanddeutschen in Russland und in Deutschland zu erfahren und weiterzugeben.

Dem zufolge enthalten sowohl unsere Motivation als auch  unsere Auseinandersetzung mit dem Thema persönliche Akzente, da wir auch viel über uns selbst und unsere eigene Geschichte erzählen. Wir haben uns in zwei Semestern mit neuen Themen und Materialien auseinandergesetzt und mit Henning Leuschners` Hilfe diese Internetpräsentation zu gestalten und inhaltlich zu füllen. Darüber hinaus hatten wir die Möglichkeit Zeitzeugen zu befragen, und diese zusammen mit eigenen Portraits in einem Film unter der Leitung der Regisseurin Besime Atasever zu realisieren.

 Wir sind weiterhin motiviert unsere Beträge zu veröffentlichen, um Interesse zu wecken und den geschichtlichen Zusammenhang unserer Migration in unsere neue (alte) Heimat zu verdeutlichen, um  Russlanddeutschen und interessierten anderen Personen einen Zugang zu unserer Kultur und unserem Lebenshintergrund zu ermöglichen.

 
  Copyright [ Leuschner ] 12. 2004