Katholiken
Über das Einleben rußlanddeutscher Katholiken ist wenig bekannt. Sie freuen sich über die Religionsfreiheit, die sie in Deutschland vorfinden und über die vorhandenen Kirchen. Die meisten von Ihnen erleben in den Lagerkirchen "die ersten vollwertigen Messen und Gottesdienste ihres Lebens. Nur älteren Menschen ist ein geregeltes kirchliches und religiöses Leben aus der Zeit vor 1930 in ihren Heimatsiedlungen bekannt."**
Die von mir befragten Katholiken wissen zwar, daß sie katholisch sind, besuchen jedoch keine Gottesdienste.
Die katholische Kirche bietet den Aussiedlern meist karitative Hilfe an. Sie klagen aber "über mangelnde Zuwendung katholischer Gemeinden und Nachbarn, fehlenden Religionsunterricht, unverständliche Katechesen, papstfeindliche Äußerungen." (Pastorale Betreuung Augsburg)
** Die Kirchen und das religiöse Leben der Russlanddeutschen Katholischer Teil Joseph Schnurr, Rußlanddeutsche - Volk auf der Wanderschaft