Schon lange vor der planmäßigen Ansiedlung deutscher Bauern gab es in Russland Deutsche.
Bereits Iwan III (1462-1505) versuchte deutsche Fachleute für einen längeren Aufenthalt in Russland zu gewinnen. Auch Iwan IV (1547-1584) lud Architekten, Ingeneure, Baumeister und Bildhauer ein, um bei Errichtung von Palästen, Festungen und Kathedralen zu helfen. Wichtig waren auch die militärischen Fachkräfte, die Iwan IV bei der Eroberung des tatarischen Chanats Kasan (1552) unterstützt hatten. Diese wurden später in Moskau angesiedelt und bildeten die Ausländer-Vorstadt, die in der „Zeit der Wirren“, ende des 16 Jahrhunderts unterging.