Ich heiße Angela Schremser. Ich bin am 26 Juli 1976 in der Ukraine (Chersonskij Bezirk, Stadt Kachowka) geboren. Mein Vater war vom Beruf Arzt (Chirurg), die Mutter  Krankenschwester. Wie alle Kinder der jeweiligen Sowjet Union, war auch ich ab 1 bis 7 Jahre im Kindergarten.

 

 

Mit 7 Jahren wurde ich eingeschult. In der Regel war der 1 Schultag am 1 September. Ein Mädchen, aus der 1 Klasse, gab mit der Glocke Bescheid, dass das Schuljahr begonnen hat. Ich hatte die Möglichkeit das selbst zu erleben. Ich saß auf den Schultern eines Jungen aus der 10 Klasse und klingelte.

Schon mit 4 Jahren ging ich zur Tanzschule. In der Schule hatte ich sehr viel Spaß, weil wir viele Konzerte in verschiedenen Städten gegeben haben

Der nächste und wichtigste Schritt  in meinem Leben war die Musikschule, die ich von 8 bis 15 Jahre besucht habe. Ich habe Klavier spielen gelernt. Nach der 9 Klasse habe ich mich entschieden, Musiklehrerin zu werden. Von 15 bis 19 Jahre habe ich in Cherson eine Ausbildung zur Musiklehrerin gemacht. Ab Jahre 1995-1998 habe ich in der Musikschule als Klavierlehrerin und Konzertmeister gearbeitet.

In dem Zeitabschnitt von 1996 bis 1998 habe ich in Nikolajew an Universität Sozialpädagogik studiert, da ich mich weiter entwickelt wollte.

Im Jahr 1998 bin ich nach Deutschland gekommen, weil ich einen Russlanddeutschen geheiratet habe. Jetzt lebe ich seit 6 Jahren hier in Deutschland. Ich habe schon ein Sohn (Thomas) und ich studiere in der Fachhochschule Köln Sozialpädagogik, weil ich diesen Beruf beenden möchte.

Warum habe ich dieses Projekt ausgesucht?

Mein Mann war der Erste, der mir in einer kurzen Form die Geschichte über Russlanddeutsche erzählt hatte. In der Ukraine wussten wenige Menschen, dass in  Kasachstan Deutsche lebten. Ich war sehr überrascht, als ich gehört habe, dass es dort sogar deutsche Dörfer gab und die Leute nur Deutsch konnten. Deswegen wollte ich die Möglichkeit in der Fachhochschule nutzen das Thema „Russlanddeutsche“ näher kennen zu lernen.